Wüstenschiffe auf der Königsstraße

Der Souk von Aqaba ist herrlich orientalisch und ich erstehe bei einem Beduinen eine schöne Halskette. Das tue ich ehrlich gesagt vor allem, damit ich ihn und seinen Vogel in Ruhe fotografieren darf. Zu reizend!

Impressionen aus dem Souk

Weiter geht’s auf der Königsstraße, dieser Jahrhunderte alten Handelsroute zwischen dem Sinai und Syrien. Wir biegen rechts ab und los geht die wilde Fahrt. Mit Jeeps sausen wir über Stock und Stein und hinter jeder Düne wird die Aussicht nur noch schöner! Die Landschaft hat viel Ähnlichkeit mit dem Monument Valley in den Staaten. Gleicher Planet! Wie großartig muss das sein, hier in einem Beduinencamp zu übernachten? Unter einem Himmel mit abertausenden von Sternen. Aber die Betreiber müssen auch aufpassen, dass sie die abertausenden von Plastikflaschen wieder aufsammeln, die zur Beköstigung von uns Touristen hier anfallen. Sonst hat sich das bald erledigt mit der Idylle. Das am Rande.

Impressionen aus dem Wadi Rum

Nun also nach Petra. Es ist schon so viel geschrieben worden über die Nabatäer und das Schatzhaus, dass ich hier vorwiegend die Bilder sprechen lassen wollte. Doch bringen mich die Lichtverhältnisse hier wirklich an die Grenzen meiner Fähigkeiten. Hell und dunkel in der Schlucht, eng und voller Menschen vor der Hauptattraktion. Das große Tal weit und gigantisch, der Blick bis Palästina verliert sich im Dunst der Wüste. Entnervt packe ich beide Kameras ein. „Jetzt komm schon, Maren“, ruft mir Bianka zu „wir gehen hoch zum Kloster! In drei Stunden schaffen wir das bis zurück!“ 1000 Stufen sind es, entgegenkommende Amerikaner auf Eseln erschweren den Anstieg zusätzlich und alle 100 Meter werde ich von Mrs. Cheap und Mr. Price gefragt, ob ich nicht einen Blick auf die Auslegeware werfen möchte. Ab einer bestimmten Pulsfrequenz muss ich mich jedoch entscheiden, ob ich reden oder marschieren will und passiere die hässlichen Fingerhüte und Porzellanteller mit Schatzhaus-Motiv, ohne sie eines zweiten Blickes zu würdigen. „On your way back you take a look, my name is Mohammed“, ruft mir ein junger Mann nach. Alles klar.
Wenn es noch einer Initialzündung bedurfte, so begreife ich heute ganz sicher, dass etwas passieren muss, wenn ich 2020 den Kilimandscharo erfolgreich besteigen will. Diese paar Kilometer heute machen mich fertig. Um 15.25 erreichen wir den Bus. Ich hätte heute nicht einen Kilometer mehr geschafft.

Impressionen aus Petra 

Noch im Flieger nach Hause habe ich den Auftrag geschrieben und eine, meine Sonderreise in Auftrag gegeben. Augen auf bei der Hotelwahl, Freizeit und Raum für eigene Erkundigungen und Erlebnisse und die richtige Jahreszeit – off Season, um den Besuchermassen aus Asien zu entgehen, aber noch nicht zu nah am heißen Sommer. Das sind die Eckpfeiler.
Ich bin mir nach den sechs Tagen und ausführlichen Gesprächen mit dem Chef-Reiseleiter vollkommen darüber im Klaren, wie der Rahmen dieser Reise aussehen soll. Und dann kostet sie was sie eben kostet. Aber sie wird geil. Anfang Mai 2020. Wer mitfahren möchte, lässt es mich wissen…

Kommentare sind geschlossen.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑