Wo ist die Zeit geblieben?

1.Juli 2017, 18:20 Uhr – unsere große Reise beginnt am Hamelner Bahnhof, wo wir die S5 zum Flughafen nehmen und im Maritim Airport Hotel einchecken… Nur zu gut erinnere ich mich an meine damalige Gefühlslage in dem Moment, als die Wohnungstür hinter uns ins Schloss fiel. Eine Mischung aus unbändiger Vorfreude und bangen Zweifeln beschreibt es wohl am besten. Haben wir alles? Klappt das alles? Was verpassen wir hier zu Hause…. und natürlich auch die Frage, ob wir alle wiedersehen, die wir jetzt zurücklassen. Klarer Fall. Auch solche Fragen bleiben nicht aus. Aber ich war so neugierig auf all diese Ecken der Welt, die ich bisher nicht kannte.
Und es ist so, so schön gewesen!  Weiterlesen „Wo ist die Zeit geblieben?“

Gastbeitrag by ThorGusta: Azoren

Hortensien so weit das Auge reicht, ein Wanderparadies und alle nur denkbaren Facetten von Grün: Das sind die Azoren. Seit Tagen schicken Augusta und Toto, das sind mein Bruder und seine Frau, vielsagende Bilder zu uns nach Hause, die Lust machen auf mehr. Erloschene Vulkane haben große Krater hinterlassen und halb verfallene Gebäude aus der Kolonialzeit erinnern an den Glanz vergangener Zeiten, als Schiffe aus aller Welt hier festmachten. Weiterlesen „Gastbeitrag by ThorGusta: Azoren“

Reisefilm: Normandie und Bretagne

Kurzer Zusammenschnitt der gerade zu Ende gegangenen Gruppenreise nach Nordfrankreich in Bild und Ton.
Et, comme toujours: probablement intéressant pour les participants mais ennuyeux pour tout le monde 😉

Ich möcht‘ der Knopf an Deiner Bluse sein

„Das ist von Barthaar-Ilic“ sagt Liese und dreht auf. Wenn der Busfahrer gleichzeititg Comedian, DJ und Grillmeister ist, wird es unterwegs nicht langweilig. Mit ihm kann ich mir die Bälle bundesligatauglich zuspielen, wir arbeiten niemals allein und Hand in Hand, so, wie es außen so schön auf die Bus-Scheiben gekleistert ist. Der Stein des Anstoßes. Und ich krieg‘ den Elfmeter!

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„Alte Links“ oder Schnodder aus dem Meer

‚Merken Sie sich mal ‚Alte links“ rufe ich einer Mitreisenden zu: ‚Wenn ich nachher frage‘. Sie blickt mich etwas verständnislos an, lächelt aber tapfer und nickt.

Der Abend gestern war lang. Wenn wir schon in St. Malo ‚intra muros‘ untergebracht sind, dann müssen wir das auch ausnutzen und versacken im Irish Pub bei Guinness und Kilkenny. Nachmittags hatte es in Cancale frische Austern gegeben. Also ich – als Verweigerer jeglichen Seafoods – habe das mit dem Probieren bereits letztes Jahr hinter mich gebracht, todesmutig. Besonders widerwärtig finde ich, dass die an einem Bändchen hängen. Dieses Jahr verzichte ich mit Vergnügen und tausche meine drei Exemplare bereitwillig gegen ein Glas Weißwein ein. Weiterlesen „„Alte Links“ oder Schnodder aus dem Meer“

Ein Sommertag

Die deutsche Batterie in Longes-sur-Mer sieht zwischen grünen Kornfeldern, die mit satt roten Mohnblumen durchsetzt sind, fast ein bisschen romantisch aus. Wären da nicht die Bunker. Und die bedrohlich wirkenden Schuss-Rohre der Panzer, die heute zum Himmel ausgerichtet sind. Kontra Operation Overlord. Und wieder stehen wir an der Steilküste und blicken fassungslos hinab auf den Ozean, das nasse Grab. Am amerikanischen Soldatenfriedhof bei Omaha Beach reiht sich dann Marmorkreuz an Marmorkreuz, ein jedes für ein Menschenleben. Ausgehaucht am D-Day 1944. Dem ‚Vogelschiss der deutschen Geschichte.‘ (A. Gauland).

Gehen wir lieber ein paar Hundert Jahre weiter zurück. Immer wieder großartig anzusehen finde ich den Teppich von Bayeux, dieses beinahe 1000 Jahre alte Meisterwerk, das die Eroberung Englands durch Wilhelm von der Normandie nacherzählt. Die Engländer machen jedes mal einen riesigen Herrmann, wenn jemand ihre Insel okkupiert, haben aber ihrerseits kein Problem damit, die Welt zu bevölkern. Ich hab sie trotzdem lieb. Wer mehr zu 1066 – mundgerecht  in Romanform – lernen möchte, dem sei an dieser Stelle Rebecca Gablés ‚Das zweite Königreich‘ ans Herz gelegt.

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Pommeau? C’est bon!

„Los, jetzt gehen wir ins Casino!“ Ich weiß gar nicht mehr, wer die Schnapsidee hatte, aber wenn wir schon im mondänen Trouville sind, wo halb Paris das Wochenende verbringt, dann macht es auch Spaß, ein paar Jetons zu setzen.
Eine gewinnt, einer kommt mit einem blauen Auge davon und ich verliere alles, zahle aber dafür die nächste Runde nicht. Bei den Gin-Tonic Preisen hier im Land komme ich damit sogar günstig davon, aber das zählt alles ohnehin nur am Rande, denn wir hatten einen Mordsspaß und verlassen gut gelaunt das Etablissement. Einmal die Worte „Rien ne vas plus“ in der Originalsprache zu hören, das war schon spannend und den Einsatz wert. Trotzdem war es in Bad Pyrmont früher schöner, ja stilvoller irgendwie, als es dort noch ein „richtiges“ Casino gab und nicht nur Einarmige Banditen. Lange her…

Ich bin aktuell mit 25 Gästen im Land von Kühen und Calvados unterwegs und wir genießen vor allem erst einmal die frische, kühle Luft und den Wind. Insgesamt ist das Wetter eine Wohltat gegenüber dem Glutofen Deutschland. Für witzige Geschichten sind wir noch nicht lange genug unterwegs, aber ich hab‘ schon ein paar schöne Bilder:

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