Tag 22, 24. Juli: On the road again 

Der dichte Regen am heutigen Morgen macht den Abschied von diesem „room with a view“ ein bisschen leichter. Wir sind wieder auf der Straße und erreichen nach wenigen Meilen den Staat Arizona, wenngleich wir noch eine ganze Weile lang das Navajo-Reservat durchqueren. Hier sieht Amerika ganz anders aus, viel bescheidener, eine Nummer kleiner irgendwie. Den Native Americans scheint das alt-europäische Protz-, Expansions- und Gier-Gen zu fehlen. 

Apropos „room with a view“ hier nochmal ein Rückblick, vorgestern am späten Nachmittag aufgenommen: 


Für 12:30 sind wir im Antelope-Canyon bei Page für einen geführten Rundgang gebucht und haben nicht auf dem Schirm, dass Arizona eine Stunde hinter Utah zurück ist. Die 90 Minuten Wartezeit kriegen wir aber bestens bei einem Abstecher zum ‚Horseshoe Bend‘ herum, wo der Colorado eine interessante, namensgebende Kurve macht: 

Zurück am Canyon spricht mich ein Guide an ‚Hast Du eine Buchung für 12:30?‘ was ich bejahe. Er erklärt, dass sie eine Stunde im Verzug sind weil viele Gäste bei den Temperaturen heute ihre Kräfte überschätzt haben und einfach zu langsam unterwegs oder sogar zusammengeklappt sind. Mehr als eine bestimmte Anzahl an Menschen kann sich nicht gleichzeitig im Antelope Canyon aufhalten, dafür ist er zu eng und schmal. Ein Blick zu meinem Mann genügt, und wir sind uns wieder einig: Die Welt wird sich weiterdrehen, auch wenn wir das nicht gesehen haben. Es ist einfach zu drückend, um eine weitere Stunde Wartezeit zu überbrücken und der Weg nach Springdale ist noch weit. Die schon aus Deutschland gezahlten 70 Dollar gibt es anstandslos zurück.

Wir erreichen jetzt in nördlicher Richtung erneut Utah, und die weite Canyon-Landschaft dieses Staates packt mich sofort wieder. Ich habe mich bis über beide Ohren in Utah verliebt:

Übrigens, diese Tiere nennen sie in Nordamerika „Deer“: 
Und wisst Ihr auch, wie ein Deer ohne Augen heißt? – no idea 🤣🤣🤣🤣🤣

 


Die riesigen Trucks auf den Highways gehören zum Landschaftsbild der Staaten und wir erreichen bald unser Ziel, den Zion NP, wo es wie aus Kübeln lauwarmen Regen schüttet.

Unser Zimmer im netten ‚Montclair Inn‘ ist geräumig und kühl und beim Abendessen sehe ich: Das kommt davon, wenn man in Amerika ein ‚großes‘ Bier bestellt:

Morgen soll es mehr oder weniger ganztägig schiffen. Kollege David Winkler, beam doch mal bitte Dein ‚chill to the max‘-T-Shirt rüber!

Alle beide haben wir nicht das geringste Problem mit einem Tag ohne Programm.

Kommentare sind geschlossen.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑