Bububu

„Dieser Ort heißt Bububu, weil die Eisenbahn früher bis hierher fuhr. Sie verband die beiden Paläste, also das heutige House of Wonders in der Stadt und die Residenz auf dem Land.“

Ich habe anscheinend deutlich sichtbare imaginäre Fragezeichen im Gesicht.

„Na, Prinzessin Salme, Du weißt schon!“ erklärt Corina also, als wir für unsere Hotelbesichtigungstour auf der Insel Sansibar von Stone Town gen Norden fahren. „Schau mal, da kannst Du noch Reste der Bahnstrecke sehen. Alles andere ist längst als Trägermaterial in Häusern verbaut!“

„Schon klar mit der Prinzessin!“ antworte ich. „Aber… der kausale Zusammenhang erschließt sich mir gerade trotzdem nicht. Warum Bububu?“

Corina grinst, wie nur sie es kann, wirklich von einem Ohr zum anderen und schaut mich an: „Na, die Dampflok macht doch Bu-Bu-Bu, oder?“ Jetzt muss ich kichern. Die Zanzibaris sind so süß! Alles wird verniedlicht und doch irgendwie treffsicher auf den Punkt gebracht. Bububu. Ist doch klar!

Wer hatte eigentlich die Schnapsidee, bei 35 Grad im Februar auf Hotelvisit zu gehen? Ich könnte mich selbst in den Allerwertesten beißen. Es ist eigentlich schon viel zu heiss, um einfach nur am Pool zu liegen. Aber gut. Ich bin nun mal da und ich muss wirklich dringend mal wieder nach Norden in die Orte Kendwa, Nungwi und Matemwe, wo sich in den letzten 5 Jahren unwahrscheinlich viel verändert hat. Wie überall auf der Insel, aber der Süden ist mir vertrauter.

Nur in Stone Town ist die Zeit noch immer stehen geblieben. Es gibt sie, die Instergramer-Hotspots, aber sie stören das Gesamtbild der Stadt nicht, die sich nichts diktieren lässt, in der das nur scheinbare Chaos funktioniert und in der der Ruf des Muezzins den Tagesablauf regelt, wie vor 100 Jahren.

Ich habe in vergangenen Beiträgen (zB 1001 Nacht) schon alles zu Stone Town gesagt und nichts hinzuzufügen. Aber ein paar aktuelle Eindrücke habe ich:

Sunset @UPENDO HOUSE, Stone Town
Auftragsarbeit für Freunde besorgt

Der Rückflug steht an. Es ist Orkan angesagt für das Zeitfenster der Landung in Frankfurt. Wie … unangenehm! Aber letztlich ruckelt es nur bei 4000 Meter Höhe einmal heftig und dann landet der A350-900 der Ethiopian Airlines wie auf Schienen.

Schon in Addis ist mir ein Typ aufgefallen, der unablässig in die Kamera quakt und sich dabei selbst filmt. So auch im Flieger:

Wahrscheinlich irgend so ein verrückter Blogger ;-)))

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