Tag 46, 17. August: Bora Bora

Hallelujah, war das eine Nacht! Wir haben so gut wie keine Ladung mehr an Bord und nur noch wenig Tiefgang. Dazu kommt, dass die Aranui mit ihren gut 1oo Metern Länge ein verhältnismäßig kleines Schiff ist und natürlich keine Stabilisatoren hat, wie sie moderne Kreuzfahrtschiffe benutzen. Der Kapitän spricht am Morgen von bis zu sechs Meter hohen Wellen, die uns ziemlich zugesetzt haben und auch die ein oder andere Kurskorrektur erfordert haben. Ob da ein bißchen Seemannsgarn dabei ist? Sechs Meter sind ja schon ziemlich viel… So oder so, es war eine interessante Erfahrung, die uns aber leider, leider viel Zeit auf Bora Bora kostet. Statt um 9:00 erreichen wir die brühmteste Lagune der Welt erst um 11:30 Uhr, was dazu führt, dass unser Picknick auf dem privaten Motu (=kleine Sandinsel in der Lagune) ausfallen muss. Am Nachmittag kann ich aber planmäßig meine Lagunentour per Kanu antreten. Mein armer Abi ist inzwischen so erkältet, dass er die Tour für sich canceln muss. Ausgerechnet hier, das ist bitter.
Was ich erleben darf ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wir schnorcheln mit an Menschen gewöhnten Manta-Rochen und Bootsmann Thierry fordert mich auf, die Tiere zu streicheln. Krass! Die haben ihre Augen oben drauf und gucken mich erwartungsvoll an. Aber füttern mag ich sie dann doch nicht, mein Respekt ist zu groß. Ich schwimme also munter umher und kriege kurze Zeit später den Schreck meines Lebens: Keiner hat etwas von Haien gesagt! Oder ich habe es zumindest nicht mitbekommen. Ihr habt ja keine Vorstellung davon, wie ich mich erschrocken habe als dieses Viech gerade mal drei Meter an mir und meiner Taucherbrille vorbeigeschwommen ist. Ich habe geschrien wie am Spieß! Außer mir findet das allerdings niemand bedenklich und als mein Gehirn wieder aus der Schockstarre in den on-Modus schaltet, erinnere ich mich an den Spruch des Tauchlehrers auf Moorea: das gefährlichste im Riff für die Schnorchler sind die Boote, die über sie hinwegbrettern können. Die Riffhaie tuen Menschen nichts. Soweit so gut, aber ich muss das trotzdem nicht haben. Im Boot ist es auch schön!

Diese Farben! Dieser Sand, wie Mehl, so fein! Später machen wir eine Pause auf einem Motu und genießen frisches Obst vom Buffet, auf Pflanzenblättern angerichtet.

Aber seht selbst:

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