Tag 13, 15. Juli: Banff

Wir fahren mit der Gondel auf den Hausberg, den Sulphur Mountain und genießen das Panorama. Heute ist es heiss und ein bisschen schwül. Wir gestehen uns ein, dass wir eine Pause brauchen und verbringen den Großteil des Tages mit süßem Nichtstun.
Gegen Abend besuchen wir ein kulturhistorisches Museum. Es treibt mir die Tränen in die Augen. Wer hat die Indianer – oder korrekt die Native Americans oder First Nations – gefragt, ob sie Amerikaner werden wollen? Und wer hat die ganzen Büffel getötet…?

Als wir vor einer guten Woche Kilometer um Kilometer durch die Weite Saskatchewans gefahren sind, hatten wir das Thema schon einmal. Ich kenne die Serengeti gut und weiß, wie viele Grasfresser sie ernährt. Diese Ebenen hier sind der Serengeti nicht unähnlich, aber so unfassbar viel größer. „Das müssen Millionen Büffel gewesen sein“ habe ich zu Abi gesagt. Und heute im Museum lerne ich, dass man annimmt, es seien im 16.Jahrhundert 30.000.000 Tiere gewesen. Im Jahre 1880 waren ganze 325 übrig. Was für ein Verbrechen an diesem Kontinent wurde hier begangen!

Die gute Nachricht ist, dass man im Frühling dieses Jahres eine Herde Büffel in einem für Menschen unzugänglichen Teil des Banff Nationalparks auszuwildern begonnen hat und hofft, dass die Tiere ab Sommer 2018 auf sich allein gestellt in Freiheit leben können. Mehr als ein Jahrhundert, nachdem sie fast ausgestorben waren.

Aber ich habe heute ja noch etwas vor: Jetzt freue ich mich auf meine Safari, die in einer Stunde beginnt. Drückt mir die Daumen für einen Elch! 😀

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