Tag 31, 2. August: Another day in paradise 

Weil die Sonne um viertel vor sechs untergeht und die drei Stunden Zeitverschiebung von Nordamerika sich bemerkbar machen, sind die Abende kurz und um halb neun schlafe ich wie ein Murmeltier. Dafür kann ich heute morgen um sechs ausgiebig mit meiner Schwester telefonieren – pas de problème mittels WhatsApp Call – und mich längelang über die putzigen Welpen updaten.
Das Frühstück hier ist einfach zu beschreiben: es gibt nichts, was es nicht gibt. All die tropischen Früchte sind ein Genuss und lassen in meinem Magen keinen Platz mehr für ein Omelette, so lecker es auch sei. Und all die tropischen Marmeladen! Köstlich. Genießen wir’s, die nächsten zwei Nächte in Papeete im schon bekannten B&B werden wieder erheblich weniger komfortabel und das Früchtück wird französich: Baguette, Marmelade, Kaffee. C’est ca. 

Beim Schnorcheln, meiner neuen Lieblingsbeschäftigung, begegne ich heute wieder meinen Favoriten, den Picasso-Drückerfischen. Die sehen so herrlich doof aus:


Ein bisschen wie Zazou aus dem Lion King, etepetete. Einer von ihnen hat auf einmal genug von mir, schwimmt im großen Bogen frontal mit Karacho auf mich zu, hält abrupt einen Meter vor meiner Nase an und scheint mich auszuschimpfen. Fehlt nur noch, dass er die Hände in die Seiten stemmt und mit dem Zeigefinger fuchtelt. Ich lache mich schlapp, habe aber ein Einsehen und gebe die hartnäckige Verfolgung auf.

Typisch für die Landschaft hier in der Südsee sind natürlich die schimmernden Lagunen, aber auch die knapp hinter der Küstenlinie hoch und steil aufragenden Berge, die bis zu den meist von Wolkenfeldern umgebenen Gipfeln üppig grün sind.
So ergibt sich das Gesamtkunstwerk für das Auge aus der Lagune heraus:

Hier fehlt jetzt unten noch das türkise Wasser…

Als ich auf Fuerteventura vor vielleicht zehn Jahren zum ersten Mal ‚Stand Up Paddeler‘ gesehen habe, war ich mir sicher, dass sich das nie und nimmer durchsetzt.
So kann man sich täuschen:


Tut mir leid, ich finde es sieht mehr als behämmert aus, fast so behämmert, wie es sich anhört.

Ansonsten ist nicht viel los, wir leben in den Tag hinein, flüchten von Zeit zu Zeit vor der Sonne in unseren klimatisierten Bungalow und schleppen uns dann wieder für einen Drink an die Bar… ganz nach dem Motto: nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.

Übrigens gibt es hier eine besonders vorwitzige Vogelart, die ich bisher ohne Teleobjetktiv nicht vernünftig vor die Linse bekommen habe. Sie sind schwarz mit orangenen Beinen und gelben Schnäbeln und etwa so groß wie eine Amsel. Und sie sitzen wie Graf Koks auf den Bambusstangen des Dachs im halboffenen Restaurant und veranstalten einen ordentlichen Krach, während sie sich fortwährend die Schnäbel wetzen. Dabei plustern sie sich regelmäßig auf, was die Haare auf dem Kopf zu Berge stehen lässt. „Jetzt sehen sie aus wie Punker“ sage ich lachend zu Abi.

Morgen nehmen wir mittags die Fähre zurück nach Tahiti und suchen uns im Hafen eine Beschäftigung für übermorgen aus. Vielleicht eine Bootsfahrt um die Insel? Mal sehen, was sich ergibt. Die Aranui legt dann Sonnabend ab. Die Spannung steigt!

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