Tag 49, 20. August: Waikiki

Morgens um fünf landen wir in Honolulu, Aloha Hawai’i. Obwohl ich den fünfstündigen Nachtflug komplett verschlafen habe, bin ich gerädert. Die US-Immigration läuft zum Glück reibungslos und um kurz nach sechs sind wir am Hotel, wo man uns mit Bedauern zur Kenntnis gibt, dass das Zimmer – mit etwas Glück – ab 14 Uhr zur Verfügung steht. Das ist bitter. Zwar sind wir hier so gut wie direkt am Strand und die Sonne scheint aus allen Knopflöchern, aber ich gäbe die Welt für ein Bett in einem kühlen Raum. Stattdessen legen wir uns ans Meer und gewöhnen uns an den Gedanken, dass wir noch acht Stunden ausharren müssen. Ein Resort-Hotel wäre jetzt schön, wo man wenigstens einen Pool und Duschen hätte. Jaja Roman, ich weiß, ich hätte auf Sie hören sollen… oder wenigstens die Nacht vorher mitbuchen sollen, wäre ja kein Ding gewesen in unserem supergünstigen 2-Sterne-Etablissement. Aber alles Nölen hilft nichts, also marschieren wir los und suchen eine Tageszeitung für Abi. Nach Möglichkeit nicht das Honolulu Tageblatt, sondern eine richtige Zeitung. Man glaubt es nicht, aber die haben hier keine Zeitungen! Alle hundert Meter kann ich Sonnencreme kaufen, und Cafe to go, aber schon die Frage nach einem Newspaper-Agent bringt meine jeweiligen Gegenüber in Bedrängnis. „Newspaper?“ Am Ende weiß wie so oft Google Maps rat und wir latschen sage und schreibe drei Kilometer in ein großes Einkauszentrum für eine New York Times!
Die Betonwüste von Waikiki ist wenig einladend und der Strand heute, Sonntag, voll mit Familien. Ich glaube, ich brauche noch einen Tag um mich in diese nächste Station „einzugrooven“. Wenigstens ist unser Hotelzimmer groß, kühl und sauber und wir haben gutes Internet. Ich habe Euch den Trailer von der Frachtschiffreise hochgeladen, der richtige Film wird noch etwas Zeit brauchen. Tag für Tag kann ich den nicht bringen, das würde sterbenslangweilig. Ich lasse mir mal was einfallen!

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