Mpumalanga

Endlich ausgeschlafen und voller Tatendrang marschiere ich zum Frühstück und verteile erst einmal Adapter für die etwas eigenwilligen südafrikanischen Steckdosen. Die Sonne lacht, Paviane sorgen für eine interessante Geräuschkulisse und sind besonders scharf auf die Zuckertütchen, die im Aussenbereich des Restaurants parat stehen. Die Gäste können sich daran deutlich mehr erfreuen als der arme Kerl, der die von langer Hand geplanten Diebstähle mit einem langen Stock vereiteln muss.

Die Panoramaroute zeigt sich von ihrer schönsten Seite, als wir Kilometer um Kilometer durch weite Canyons und über Hügelketten zurücklegen. Die drei Rondavels, die Pottholes und God’s Window sind unsere Fotomotive für den Vormittag, über Mittag kehren wir in einem kleinen Ort zum Mittagessen ein, haben Zeit zum Bummeln und Mr Cheap und Mr Price versuchen nach Kräften, allerlei Tinnef an den Mann zu bringen. Tatsächlich gehen heute aber eher gute Sachen wie hiesige Stoffe, Billtong und Makadamianüsse über den Ladentisch.

Abends in der Bush-Lodge kleben die Barkeeper wie gebannt am Fernseher als übertragen wird, dass Robert Mugabe zurückgetreten ist. Alle hoffen auf eine friedliche, bessere Zukunft im Nachbarland. Später am Abend lache ich über das ganze Gesicht, als ich Ralf auftauchen sehe. Bei einem Gin Tonic an der Bar begießen wir unser Wiedersehen und schmieden Pläne für die nun kommenden gemeinsamen Tage.

Morgen geht es ganztägig auf Pirschfahrt in den Krüger Nationalpark. Wecken viertel vor 5 und halb 6 Abfahrt. Ob das mein Ernst ist, werde ich gefragt. ‚Klar‘ sage ich ‚hier wird gerudert und nicht geschludert‘.

Gegen 10 brechen wir in weiser Voraussicht ab: morgen wird ein langer Tag.

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