Meer, Natur und eine Handtasche für Maren

Welch ein Geschenk es doch ist, dass mir Ende November eine warme Morgensonne beim Frühstück auf den Rücken scheint. Überhaupt ist das Frühstück mit Strand- und Meerblick, mit frischem Obst und zu einer christlichen Uhrzeit ein friedlicher Start in den Tag. ‚Mal sehen, ob sie uns das morgen früh schon wieder vergessen haben, dass wir sie heute haben ausschlafen lassen‘ lache ich Ralf an und der nickt – morgen wird es nochmal richtig früh losgehen. Port Elisabeth zeigt sich von seiner schönsten Seite. In der lebhaften Stadt wird heute Abend Open Air eine Party am Mandela Denkmal gefeiert und wir kommen während der Vorbereitungen mit den Einheimischen ins Gespräch und machen Fotos.

Wir sind jetzt an der Gardenroute und wollen heute den Tsitsikama Nationalpark besuchen. Los geht’s mit altem Baumbestand und über Mittag hat Ralf eine richtig schöne Location für uns. In dieser Farm mit angeschlossenem Laden gibt es tolle Sachen: Honig, Weine, einen Papagei, tolle afrikanische Kunst, Kunst aus Townships und dann gibt es auch noch Handtaschen. Das ist jetzt ganz und gar nicht typisch für mich, aber ich kann nicht widerstehen. Ich verliebe mich in ein Modell aus Leder und Springbockfell und als mir die halbe Gruppe bestätigt, dass diese Tasche nur für mich gemacht ist, zücke ich meine Kreditkarte und greife kurzerhand zu. Das ist die erste Handtasche überhaupt, die ich mir je aus Liebe und nicht dem Zweck wegen gekauft habe. Dafür musste ich wohl erst 40 werden 😉

Wir fahren weiter durch den Sonnenschein und erreichen die Mündung des Storm River. Was für eine atemberaubende Kulisse – Wolken und Wind, krakeelende Möwen, Brandung und herzige Klipschliefer. Wir wandern über den Strand und durch die Hügel in Richtung Mündung und überqueren den Fluss auf einer Hängebrücke. Nicht allen ist das geheuer! Ein Proseccö’chen passt später schon rein, bevor wir unsere Fahrt nach Knysna fortsetzen. An der Waterfront gibt es ein Dinner am Hafen und später einen Sonnenuntergang, der schöner nicht zu malen wäre: Alles ist rosa. Der Himmel, das Wasser, in dem sich derselbe spiegelt, und die Häuser aus gebeiztem Holz in bester Beachhouse-Architektur. ‚Das glaubt uns keiner, diese wie kitschig wirkenden Fotos‘ sagt Kerstin. Aber ein erneuter Abgleich des Displays mit der Realität beweist, dass es haargenau so aussieht, wie es meine Kamera eingefangen hat.

Wir setzen unsere Fahrt nach Wilderness fort, weil unser Hotel in Knysna dem großen Brand im Juni zum Opfer gefallen ist. Die halbe Truppe trifft sich noch an der Theke auf einen bis drei Gin Tonic. Morgen früh ist um 6 Uhr wecken, 6:45 Koffer vor die Tür und 7:30 Abfahrt. Das ist hart, aber schlafen wird überbewertet.

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