Tag 69, 9. September: Osaka – Kyoto

Das japanische Frühstück ist besser, als ich erwartet hatte. Ich muss keinen Reis essen. Ich könnte schon, aber es gibt heutzutage hinreichend Alternativen für Europäer.
Die Lufthansa landet eine gute halbe Stunde vor der planmäßigen Zeit und wir treffen Reiseleiter und Gruppe am frühen Morgen in der Ankunftshalle. Satoshi Ito, einer von Studiosus‘ besten, ist unser Guide für die nächsten 12 Tage und hat mit Yuko eine Praktikantin dabei.
Wir verlassen den Flughafen, der aus Platzmangel auf einer künstlichen Insel errichtet ist, und auf dem Weg nach Osaka ist es immer dasselbe Bild: rechts wie links reihen sich Häuser, Wirtschaftsgebäude und Industrie einerseits bis zum Meer und andererseits bis zu den Bergen am Horizont. Ich sehe keinen Grashalm, kaum Bäume, sondern im wesentlichen nur Beton, Brücken, Straßen und Fracht-Schiffe.Im Zentrum Osakas steht ein recht berühmtes Gebäude, angeblich Japans einziges von Weltruhm, das Umeda Sky Building. Wir fahren hinauf und von oben sieht man das Häusermeer am besten. Es sieht erst einmal aus wie jede Großstadt, der Unterschied ist aber, dass es kein Ende nimmt. Sakai geht in Osaka fließend über und Osaka in Kyoto.

Ich muss jetzt über’s Klo reden, denn auf der Toilette mache ich eine interessante Erfahrung, als ein Kästchen plötzlich Spülgeräusche vom Band abspielt, als ich Platz nehme. Komisch ist, dass das beim Männerklo nicht der Fall ist, wie Abi zu berichten weiß. Der Reiseführer klärt auf: Japanische Frauen möchten nicht, dass die Nachbarzelle mitbekommt, was man auf der Toilette aktuell zu suchen hat. Übrigens schnupft man auch nicht in der Öffentlichkeit in ein Taschentuch! Sämtliche Körpergeräusche werden unterdrückt, oder – wie auf meinem Erlebnis-Klosett – vom Band übertüncht. Ich finde das wirklich richtig witzig! Das nächste mal nehme ich es auf!
Wir besuchen heute noch zwei Tempel, lernen einiges über Buddhismus und checken nachmittags in Kyoto im Westin ein.
Abends unternehmen wir zu zweit einen aufregenden Streifzug durch Kyotos Innenstadt und treiben eine Tapas Bar auf, wo ich keine gebratenen Mäuseschwänze essen muss 😝 Ich weiß, ich weiß, wir sind in Japan und nicht in China. Trotzdem, was der Bauer nicht kennt…<<
e armen Mitreisenden leiden unter dem Jet Lag (gegen die Zeit zu fliegen ist immer bitter) und haben sich heute tapfer geschlagen. Nach 13 Stunden Flug, für die meisten ohne Schlaf, kann's doch nichts Schöneres geben, als einen ausführlichen Museumsbesuch mit Einführung in die Grundlagen des Buddhismus! 🤓h bin jedenfalls voller Neugier und Vorfreude auf die nächsten Tage, wir fühlen uns beide wohl und gut behütet. Wir genießen es, uns zum Ende unserer Tournee um nichts kümmern zu müssen und in Hotels mit allen denkbaren Annehmlichkeiten abzusteigen. Es grüßen aus Kyoto Abi-San und Maren-San.

Kommentare sind geschlossen.

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑