Die Welt ist schön!

Liebe Leser*innen,
es war ein denkwürdiges Jahr, dieses 2020. Covid-19 hat sich in unser aller Leben breit gemacht und es verändert. Die Reisewelt steht Kopf und es wird noch viel Zeit vergehen, bis wir zu alter Routine zurückkehren. Reisen in Zeiten von Corona – darf man das? Sollte man das? Kann man das?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich im Editorial der Ausgabe unseres Reisekatalogs Ausblick 2021. Die Antwort wird ein jeder für sich selbst finden.

Erfreulicherweise spüren wir im Reisebüro zuletzt wieder vermehrt Nachfrage. Für uns Architekten der Reiseträume unserer Gäste war es ein schlimmes Jahr: immer nur zerstören und einreißen. Und Leistungsträgern in aller Welt die traurige Nachricht schonend vermitteln, dass auch XYZ nicht anreisen wird. Das sind die Situationen im Leben wo es hilft, wenn Dir Empathie kein Fremdwort ist.
Aber nun wollen wir nach vorne schauen. Unsere Telefone klingeln wieder, die Menschen suchen eine Perspektive und sie suchen auch Sicherheit, was nur zu verständlich ist in einer rechtlichen Umgebung, in der sich die Rahmenbedingungen ständig ändern.
Es ist eine gewaltige Aufgabe, hier als Branche die richtigen Antworten zu finden, und eine der Antworten wird nicht sein, dass das Reisen billiger wird. Was auf den ersten Blick unangenehm klingt kann sich als Segen entpuppen. Der Weg zurück zu so etwas wie alter Routine könnte vielleicht in einem nachhaltigeren Reiseverhalten enden, das den natürlichen Ressourcen des Planeten und seiner städtebaulichen und landschaftlichen Schönheiten wieder mehr Wertschätzung entgegenbringt.

Wir hätten doch schon viel erreicht, wenn der Flugschein nach London nicht mehr weniger kostet als das Parkticket am Flughafen! Ich hatte immer den Eindruck, auch von mir selbst und meinem eigenen Buchungsverhalten, dass viele Reisen keine echten Wünsche waren, sondern gute Gelegenheiten. Was der Markt erschaffen hat, das kann er auch wieder abschaffen oder zumindest vernünftiger lenken. Hoffe ich. 

Sprach’s, und fliegt das dritte Mal in sieben Monaten nach Tansania… Wer mir hier ein gewisses Fluchtverhalten unterstellen möchte, dem würde ich wohl nicht widersprechen 😉

Aber das Ganze ist ja bekanntlich immer mehr, als die Summe seiner Teile. Und wer Bock hat, kann übrigens mitkommen: Das Programm schicke ich auf Wunsch gern zu.
bildschirmfoto 2020-11-28 um 13.41.15

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