Glück

„Wie oft warst du schon in Tansania?“ lacht mich der Immigration Officer freundlich an. „Puh, keine Ahnung“ erwidere ich grinsend. „Na, wenn Du es schon nicht mehr zählen kannst, dann hast du es wohl verdient, Staatsbürger zu werden“ gibt er mir strahlend mit auf den Weg und ich bin drin. Das war meine schnellste Immigration aller Zeiten. Zwei große Schülergruppen hinter mir, eine aus den Staaten und eine aus Kanada, scheinen den Prozess für harmlos aussehende Deutsche mit viel Gepäck heute zu beschleunigen. „Glück“ weiterlesen

Ich packe meinen Koffer und nehme mit….

….Polten ohne Ende. Bei KLM habe ich in Economy 2×23 KG plus Handgepäck frei. Ich glaube, die machen das extra! Wie ein Packesel werde ich morgen in aller Herrgottsfrühe den Flughafen Langenhagen betreten. Seit Monaten wandert wie von Zauberhand dies und jenes zusätzliche Teil in meinen Einkaufskorb, wie z.B. Lego für mein Patenkind Daniel, Sneakers für Wilson oder Spielzeug für die Kinder der vielen Mitarbeiter unserer örtlichen Agentur. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit….“ weiterlesen

Rom: Reisefilm

Es liegt in der Natur des Urlaubsfilms, dass er im wesentlichen für die Reiseteilnehmer interessant ist. So wohl auch dieser 13-minütige Zusammenschnitt, mit dem ich mich bei allen Teilnehmern herzlich für die unkomplizierte Zeit und all die Einladungen bei Tisch bedanken möchte. Hat mir großen Spaß gemacht!

In Vino Veritas

Die Straße nach Ostia ist heute gesperrt. Die Umleitung kommt nicht infrage, zulässiges Gesamtgewicht sind so und so viele Tonnen. Könnte sein, dass wir die Grenze einhalten, aber seit gestern bin ich mir nicht mehr so sicher: Mittags drei Gänge, abends drei Gänge und dazu Wein und Grappa. Das wird sich auf der Waage übel rächen. „In Vino Veritas“ weiterlesen

Gruppo? Oggi?

Mit großen Augen schaut mich der Platzeinweiser an. Eine Reservierung für 29 Gäste? Heute?

Das sind die Momente im Leben eines Reiseleiters, wo man ganz stark sein muss. Um uns herum tobt das Leben. Es ist Samstagabend in Trastevere, dem Kneipenviertel Roms. Musik schallt durch die Gassen, Menschen lachen und nippen an ihren Drinks, alles spielt sich auf der Straße ab an diesem lauen Sommerabend. Es könnte perfekt sein, wäre da nicht dieser Kellner, der mir unmissverständlich zu verstehen gibt, dass hier und heute für uns nicht eingedeckt ist. Aber es gibt erstmal einen Prosecco und wild gestikulierend telefoniert der hilfsbereite Mensch herum und schließlich klärt sich zum Glück alles auf. Kleiner Copy-Paste-Fehler in meinem Voucher, unser tatsächliches Restaurant ist keine fünf Minuten entfernt und alles wird gut. „Gruppo? Oggi?“ weiterlesen

Drei Wetter Taft

‚Also mal kurz zur Orientierung’ scherzt unsere liebe Stadtführerin Jeannette ‘wenn Sie hier immer geradeaus gehen, dann kommen Sie nach 1800 km nach Hannover’. Denn das bekannte Sprichwort viele Wege führen nach Rom kommt nicht von ungefähr, sondern aus gutem Grund. Der einstige Mittelpunkt der Zivilisation war in der Antike Start- und Endpunkt eines europäischen Strassensystems von immerhin 60.000 Kilometern. „Drei Wetter Taft“ weiterlesen

Rom calling…

Countdown T = X-9 Stunden, bevor es für mich losgeht. Warum nur, muss der letzte Tag vor einer Abreise immer so verdichtet sein? Wie immer dachte ich um 11, dass ich es niemals schaffen kann, rechtzeitig fertig zu werden. Mittags kamen dann, wie immer, noch 2-3 neue kleine Katastrophen dazu, um sich dann zum Abend hin in Wohlgefallen aufzulösen. Business as usual 😜 „Rom calling…“ weiterlesen

Ein Abend mit den Dire Straits

….die Tribute Band spielt die erste Zugabe und natürlich erkenne ich den Song am ersten Takt. Es ist „Darling Pretty“ von Knopflers Solo-Album aus den 90ern. Junge, Junge, ist das alles lange her! Als die letzten Akkorde des Abends gespielt sind, eilen wir durch die kühle Abendluft nach Hause und ich fische nach ein paar Minuten Suchens die zwei CDs aus dem Regal, die ich früher einmal rauf und runter gehört habe. Brothers in Arms und Golden Heart. „Ein Abend mit den Dire Straits“ weiterlesen

Frau Dortmund aus der Milchbar

„Genau für Sie habe ich hier freigehalten!”, strahlt uns eine weißhaarige Lady an und deutet auf zwei der heiß begehrten freien Plätze neben sich im angesagtesten Hotspot der Insel, wenn es abends auf den Sonnenuntergang zugeht. Ich bin heute dran mit Anstellen für Getränke, das kann dauern. Als ich mit einer Flasche eisgekühltem Rosé und einem Glas Oliven zurückkehre, hat ‚Frau Dortmund‘, wie wir sie nennen, meinen Mann Abi in ein Gespräch vertieft. Das ist also die Währung von Frau Dortmund, ahne ich, und auch, dass ich den Rosé weitestgehend alleine trinken muss. “Wir haben uns schon bekannt gemacht!”, strahlt sie mich an und, nein, sie trinke doch Pfälzer Riesling!

Ich lümmele mich in die Ecke auf dem bequemen Sofa und die etwas zu laute Lounge-Musik, die direkt über mir aus dem Lautsprecher schallt, verhindert eine Beteiligung meinerseits am weiteren Gesprächsverlauf.

Was für eine schöne Aussicht! Die vollverglaste Front lässt das Licht hinein und den Wind draußen. Die Nordseewellen laufen sanft über den Strand und zerstören ohne Rücksicht auf die Gefühle der kleinen und großen Baumeister die Werke des Tages.

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