Das Gewitter, das sich gestern Nachmittag über Mikumi zusammengebraut hat, ist heute Nacht wie ein Inferno über uns hereingebrochen. Das Vuma Hills Tented Camp besteht aus auf Stelzen stehenden riesigen und komfortablen Safarizelten mit Holzfussboden, großem Bad und wunderschöner Aussicht über die weite Savanne, auch vom Bett aus, weil man die Zelte vorne nicht blickdicht zu verschließen braucht. Außer den hier lebenden zuckersüßen Buschbabys (das sind diese Tiere, die Grzimek immer auf der Schulter hatte) kann niemand hineinschauen.
Kurz nach Mitternacht sitze ich kerzengerade im Bett. Das hat ja vielleicht gerade gescheppert! Blitze zucken in kurzen Abständen durch den rabenschwarzen Himmel. Irgendwas oder irgendwer klettert über mein Dach. Tapp tapp tapp. Und dann beginnt es zu schütten. Stundenlang und wie aus Kübeln. Ein Regen, wie man ihn nur in den Tropen kennt. Die gute Nachricht ist, dass das Dach hält. Die schlechte, dass mich meine 25 Tsetsefliegenstiche, wach wie ich nun bin, beinahe um den Verstand bringen. Ich bin nach wie vor die einzige in der Gruppe mit Stichen. Was genau willst du mir eigentlich damit sagen, Schicksal? Sprich! Ich mach’s, ich schwöre! „Piano Man“ weiterlesen

Die Landschaft ist auch aus der Vogelperspektive herrlich grün und Wilson tippt mich an ‚Schau, Kilimandscharo‘. Hach. Hinter vielen Wolken zwar, aber die Spitze ist zu sehen. Er hat wahnsinnig viel Schnee dieser Tage, kein Wunder bei dem Niederschlag der letzten Wochen.