Wo die Kamera die Landschaft streichelt

Still ruht das Boot auf dem Okavango-Fluss, diesem mächtigen Strom, der im Staub der Kalahari versandet. Es knackt im Geäst. Meine Kamera ist startbereit und ich warte. Es plätschert vernehmlich, als ein Elefant sich vor unseren Augen ins Wasser begibt und gemächlich ans andere Ufer watet, wo das Gras heute vermeintlich eine Idee besser schmeckt.

Der weite Weg ins Delta durch das staubtrockene Savuti, einer zum Chobe Nationalpark gehörenden Region, ist eine Tagesreise mit den LandCruisern. Wind, Sand und Sonne brennen auf der Haut. Mund und Hals sind schon lange trocken. Aber wer mag Wasser ohne Kohlensäure? Ich jedenfalls nicht.

Der Driver Guide Max geht in die Eisen. „Kann ich mal Dein Fernglas haben?“ „Wo die Kamera die Landschaft streichelt“ weiterlesen

Chobe

‚Ich habe heute Nacht einen Spaziergang im Zimmer gemacht‘, ruft mir Evi um kurz vor 6 zu, als wir im Morgengrauen den Land Cruiser für die Pirschfahrt an den Ufern des Chobe-Flusses besteigen. Die Zimmer in der guten alten Chobe Safari Lodge sind wirklich sehr groß.

Noch bevor wir den Nationalpark erreichen läuft uns ein Rudel Wildhunde vor die Kamera. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht und schwer zu finden. Wir haben anschließend eine wunderbare Morgenrunde im Licht der aufsteigenden Sonne. „Chobe“ weiterlesen

Autsch!

Das Ehepaar aus Simbabwe neben mir im Flugzeug ist wunderbar freundlich und hilfsbereit. ‚Hier, meine Karte. Wenn ihr irgendwas braucht in Kasane, sei es Hilfe oder Unterkunft, dann ruf mich bitte an!‘ Das ist sehr großzügig und kommt natürlich nicht von ungefähr – in Addis ist eine Mitreisende beim Einstieg in den Bus zum Flieger böse gestürzt und hat große Schmerzen. Tapfer, aber leise jammernd sitzt sie neben mir und muss es irgendwie noch bis Kasane schaffen. Dort gibt es ein Krankenhaus mit Notfall-Ambulanz. Noch vier Flugstunden und 90 Minuten Busfahrt inklusive Grenzübergang liegen vor uns. Puh. „Autsch!“ weiterlesen

Auf nach Victoria Falls!

„Also ein bisschen beleidigt bin ich aber schon“, ließ mich Christoph Hückelheim von SAA während der ITB wissen.

Ethiopian Airlines hat zu dieser Saison eine neue Strecke im Flugplan, denn die 707 nach Addis hat jetzt Anschluss nach Victoria Falls.

Bei aller Sympathie für South African Airways, die das südliche Afrika jahrelang mehr oder weniger konkurrenzlos bediente: Ich fliege mit meiner Gruppe nicht 12 Stunden nach Jo’Burg und weitere 3 Stunden nach Maun oder Vic Falls wenn ich in 6,5 Stunden in Addis und weiteren 4 Stunden am Ziel sein kann! Der Service geht nicht täglich, aber ich bin sicher, das wird in Zukunft gut angenommen und ausgeweitet werden. „Auf nach Victoria Falls!“ weiterlesen

Botsuana loading…

Time flies! Noch eine Woche, dann startet mein nächstes Abenteuer. Mit einer kleinen Gruppe geht es auf eine aufregende Reise durch Botsuana und Zimbabwe. Wir beginnen am Chobe-Fluss ganz zivilisiert in einer Lodge, bevor wir für vier Tage und Nächte im Busch ‚verschwinden‘. Kein Telefon, kein Internet. Dahin, wo die Löwen sich mit einem kräftigen Gebrüll verständigen!

Vorher muss ich nochmal beim Nachbarn vorbeischauen. Auffrischung in Piepmatz-Kunde ist angesagt… denn es gibt wohl keinen Vogel in Afrika, den der Trapp Andreas nicht bestimmen kann!

Nun, einer muss auch wissen, wo das Bier steht. Das bin dann auf jeden Fall ich. „Botsuana loading…“ weiterlesen

aan Zee

„Ein schwarzer Golf, Kennzeichen OG – …“ flötet die Stimme aus dem Mikrofon über den Käsemarkt von Alkmaar und ich denke darüber nach, wie unangenehm das wohl sein muss, hier vor Tausenden ausgerufen zu werden, weil man falsch geparkt hat. Wir schlängeln uns an den Ständen entlang und es duftet nach Käse in allen Variationen. Sie haben auch in dieser Stadt die üblichen Grachten, auf denen Boote entlangschippern und deren Ufer Cafés und Restaurants säumen. Die Glocken der Kirche am Käsemarkt spielen klassische Musikstücke.

„aan Zee“ weiterlesen

reCycle ing

„Hier links, das ist der Flohmarkt“, spricht unser Grachtenboot-Captain ins Mikrofon, „da holen sich die Amsterdamer ihr geklautes Fahrrad für 20 Euro zurück. Wir nennen das Recycling!“ und erntet verdientermaßen viele Lacher.

Das ist nun also die Weltstadt Amsterdam. „reCycle ing“ weiterlesen

Ein Selbstversuch

Es ist 14 Uhr und mein Magen rebelliert. Was für ein Vormittag! Ich will einfach nur für 20 Minuten meine Ruhe haben, beschließe, das Smartphone auf dem Schreibtisch liegen zu lassen und gehe in die Stadt. Ich sitze also im Restaurant und warte auf mein Essen. Und sitze. Und warte. Was bis vor fünf Jahren selbstverständlich war, macht mich jetzt nervös: Wie gestalte ich die vor mir liegende Wartezeit? Immer wieder wandert meine Hand wie automatisch „Ein Selbstversuch“ weiterlesen

Wo ist die Zeit geblieben?

Heute vor einem Jahr!
1.Juli 2017, 18:20 Uhr – unsere große Reise beginnt am Hamelner Bahnhof, wo wir die S5 zum Flughafen nehmen und im Maritim Airport Hotel einchecken… Nur zu gut erinnere ich mich an meine damalige Gefühlslage in dem Moment, als die Wohnungstür hinter uns ins Schloss fiel. Eine Mischung aus unbändiger Vorfreude und bangen Zweifeln beschreibt es wohl am besten. Haben wir alles? Klappt das alles? Was verpassen wir hier zu Hause…. und natürlich auch die Frage, ob wir alle wiedersehen, die wir jetzt zurücklassen. Klarer Fall. Auch solche Fragen bleiben nicht aus. Aber ich war so neugierig auf all diese Ecken der Welt, die ich bisher nicht kannte.

Und es ist so, so schön gewesen!  „Wo ist die Zeit geblieben?“ weiterlesen

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