Gastbeitrag by ThorGusta: Azoren

Hortensien so weit das Auge reicht, ein Wanderparadies und alle nur denkbaren Facetten von Grün: Das sind die Azoren. Seit Tagen schicken Augusta und Toto, das sind mein Bruder und seine Frau, vielsagende Bilder zu uns nach Hause, die Lust machen auf mehr. Erloschene Vulkane haben große Krater hinterlassen und halb verfallene Gebäude aus der Kolonialzeit erinnern an den Glanz vergangener Zeiten, als Schiffe aus aller Welt hier festmachten. „Gastbeitrag by ThorGusta: Azoren“ weiterlesen

Reisefilm: Normandie und Bretagne

Kurzer Zusammenschnitt der gerade zu Ende gegangenen Gruppenreise nach Nordfrankreich in Bild und Ton.
Et, comme toujours: probablement intéressant pour les participants mais ennuyeux pour tout le monde 😉

Ich möcht‘ der Knopf an Deiner Bluse sein

„Das ist von Barthaar-Ilic“ sagt Liese und dreht auf. Wenn der Busfahrer gleichzeititg Comedian, DJ und Grillmeister ist, wird es unterwegs nicht langweilig. Mit ihm kann ich mir die Bälle bundesligatauglich zuspielen, wir arbeiten niemals allein und Hand in Hand, so, wie es außen so schön auf die Bus-Scheiben gekleistert ist. Der Stein des Anstoßes. Und ich krieg‘ den Elfmeter!

„Ich möcht‘ der Knopf an Deiner Bluse sein“ weiterlesen

„Alte Links“ oder Schnodder aus dem Meer

‚Merken Sie sich mal ‚Alte links“ rufe ich einer Mitreisenden zu: ‚Wenn ich nachher frage‘. Sie blickt mich etwas verständnislos an, lächelt aber tapfer und nickt.

Der Abend gestern war lang. Wenn wir schon in St. Malo ‚intra muros‘ untergebracht sind, dann müssen wir das auch ausnutzen und versacken im Irish Pub bei Guinness und Kilkenny. Nachmittags hatte es in Cancale frische Austern gegeben. Also ich – als Verweigerer jeglichen Seafoods – habe das mit dem Probieren bereits letztes Jahr hinter mich gebracht, todesmutig. Besonders widerwärtig finde ich, dass die an einem Bändchen hängen. Dieses Jahr verzichte ich mit Vergnügen und tausche meine drei Exemplare bereitwillig gegen ein Glas Weißwein ein. „„Alte Links“ oder Schnodder aus dem Meer“ weiterlesen

Ein Sommertag

Die deutsche Batterie in Longes-sur-Mer sieht zwischen grünen Kornfeldern, die mit satt roten Mohnblumen durchsetzt sind, fast ein bisschen romantisch aus. Wären da nicht die Bunker. Und die bedrohlich wirkenden Schuss-Rohre der Panzer, die heute zum Himmel ausgerichtet sind. Kontra Operation Overlord. Und wieder stehen wir an der Steilküste und blicken fassungslos hinab auf den Ozean, das nasse Grab. Am amerikanischen Soldatenfriedhof bei Omaha Beach reiht sich dann Marmorkreuz an Marmorkreuz, ein jedes für ein Menschenleben. Ausgehaucht am D-Day 1944. Dem ‚Vogelschiss der deutschen Geschichte.‘ (A. Gauland).

Gehen wir lieber ein paar Hundert Jahre weiter zurück. Immer wieder großartig anzusehen finde ich den Teppich von Bayeux, dieses beinahe 1000 Jahre alte Meisterwerk, das die Eroberung Englands durch Wilhelm von der Normandie nacherzählt. Die Engländer machen jedes mal einen riesigen Herrmann, wenn jemand ihre Insel okkupiert, haben aber ihrerseits kein Problem damit, die Welt zu bevölkern. Ich hab sie trotzdem lieb. Wer mehr zu 1066 – mundgerecht  in Romanform – lernen möchte, dem sei an dieser Stelle Rebecca Gablés ‚Das zweite Königreich‘ ans Herz gelegt.

„Ein Sommertag“ weiterlesen

Ferien in Kirchbrak

Meine Schwester Ulli wohnt mit ihrem Mann Jürgen und ihren drei Hunden idyllisch im alten Bahnhof von Kirchbrak im Naturpark Solling-Vogler.

Das alte Gemäuer bietet Platz ohne Ende (z.B. für was-weiss-ich-wie-viele halb zusammengebaute Motorräder) und unterm Dach, juchee, hat Ulli die Romantic Suite für Gäste eingerichtet und beklagt sich dauernd, dass sie nie jemand besuchen kommt. Ha! Das ist doch die Gelegenheit! Weder muss ich arbeiten, noch zum Fußball, mein Mann ist auch unterwegs, da hab ich mich glatt eingebucht zu einem Schwesternwochenende. Herrlich! ‚Los, fotografier das. Du bist im Urlaub. Dann musst du’s auch bloggen 😬‘

„Ferien in Kirchbrak“ weiterlesen

Dan

Die sandigen Straßen von Dar Es Salaam sind um diese Jahreszeit in katastrophalem Zustand. Dani hüpft über alle Pfützen hinweg während Mary in ihren Lackschühchen anmutig wie eine Königin durch den Schlamm spaziert und dabei aussieht wie geleckt. Auntie Maren, wie ich hier von jedem genannt werde, kämpft sich unterdessen in Sneakers und Jeans tapfer hinterher und sieht am Ende aus wie ein Ferkel. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Meine Freundin Kathi kam schon als Kind am Ende eines abenteuerlichen nachmittags tadellos in Schuss aus dem Bach geklettert, während an mir alles eingesaut war.

Danis großer Tag beginnt mit einer Überraschung für mich. Na sowas! Bei Marys Schwester zu Hause machen die beiden mir die Haare auf afrikanische Art. Oha. Spontan erinnere ich mich an einen gewissen Friseursalon in Papeete. Aber Marys Schwester macht das professionell und ich freue mich wirklich sehr über die Geste. „Dan“ weiterlesen

DAR

,Jetzt aber flott‘ heißt es am kleinen Flughafen von Arusha, als ich mit Wilson nach Dar Es Salaam fliegen will. ‚You are late‘.

Die kleine Cessna ist ausgebucht und wir nehmen direkt hinter den Piloten Platz. ‚Maren, die Jungs können alle fliegen‘ habe ich die Worte eines lieben und flugkundigen Reisegenossens im Ohr. Wenn er das sagt. Na gut.

Die Landschaft ist auch aus der Vogelperspektive herrlich grün und Wilson tippt mich an ‚Schau, Kilimandscharo‘. Hach. Hinter vielen Wolken zwar, aber die Spitze ist zu sehen. Er hat wahnsinnig viel Schnee dieser Tage, kein Wunder bei dem Niederschlag der letzten Wochen. „DAR“ weiterlesen

Website bereitgestellt von WordPress.com.

Nach oben ↑